Siegerentwurf für den Checkpoint Charlie steht fest © A24 Landschaft, Holzer Kobler Architekturen und Argus Stadt und Verkehr Kaum ein Ort in Deutschland trägt so viel Geschichte in sich und wird gleichzeitig so wenig seiner Bedeutung gerecht wie der Checkpoint Charlie in Berlin. An der Ecke Friedrichstraße und Zimmerstraße, wo einst Soldaten mit Waffen und Scheinwerfern den Übergang zwischen zwei Welten kontrollierten, verkaufen heute Händler Sowjet-Mützen und DDR-Devotionalien. Rund vier Millionen Menschen besuchen den Ort jährlich, und zwei der häufigsten Stichworte in den Bewertungen lauten „Kalter Krieg” und „Touristenfalle”. Damit war das Problem benannt, das Berlin seit Jahren beschäftigt. Am 9. September 2026 hat ein Preisgericht unter Vorsitz des Landschaftsarchitekten und Stadtplaners Axel Lohrer einstimmig einen Siegerentwurf für die Neugestaltung des Areals gekürt. Ausgelobt hatte den zweiphasigen, europaweiten Realisierungswettbewerb die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Stiftung Berliner Mauer. 22 interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Architektur und Szenografie nahmen teil, 14 davon gelangten in die zweite Runde. Ein Entwurf mit ikonologischer Kraft Den ersten Preis, dotiert mit 32.000 Euro, erhielt das Berliner Büro A24 Landschaft, das gemeinsam mit Holzer Kobler Architekturen (Berlin) und ARGUS Stadt und Verkehr Partner
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Bundesbahndirektion verwandet sich in Wuppertals neue Verwaltungsmitte © Stadt Wuppertal/Stefanie vom Stein „BuBaDi” klingt nach einem lockeren Spitznamen, steht aber für einen der gewichtigsten Verwaltungsbauten im Bergischen Land: die ehemalige Bundesbahndirektion Wuppertal, errichtet in mehreren Etappen zwischen 1875 und 1940, prominent am Döppersberg gelegen, unmittelbar neben dem Hauptbahnhof. Aufgrund ihrer leicht erhöhten Lage und der klassizistischen weißen Fassade sprechen die Architekten von kister scheithauer gross (ksg) von einer „Akropolis der preußischen Verwaltung im Rheinland”. Seit 2008 stand das Gebäude leer. Seit 2025 ist es fertig saniert. Und seit dem Frühjahr 2026 ist es vollständig belegt. Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute in der BuBaDi. Neben dem Jobcenter und der Bergischen Universität, die jeweils Teile des Gebäudes nutzen, hat die Stadtverwaltung Wuppertal mehrere Einheiten an den neuen Standort verlagert: das Einwohnermeldeamt, das Straßenverkehrsamt, Bezirkssozialdienste sowie Teile des Ressorts Kinder, Jugend und Familie. Dezernentin Sandra Zeh sprach von einem Bürgerzentrum im Herzen Wuppertals, das den Ansprüchen an hohe serviceorientierte Dienstleistungsqualität und moderne Arbeitswelten gerecht werde. Die Konzentration verschiedener Einheiten an einem Standort ermöglicht es der Stadt zudem, mehrere bisher angemietete Objekte aufzugeben und strukturell Kosten einzusparen. Behutsame Transformation mit klarer Haltung Beauf
Vom Gate zum Hörsaal: Der Umbau des Tegel-Terminals beginnt © agn Niederberghaus und Partner GmbH Es war der Flughafen der kurzen Wege: Mit dem Taxi direkt ans Gate, kurze Wege zum Flieger, schneller Abflug. Als das Terminal A des Flughafens Tegel 1974 nach Plänen des Büros Gerkan, Marg und Partner (gmp) eröffnet wurde, galt es als Musterbeispiel moderner Verkehrsarchitektur. Das sechseckige Gebäude, das Hexagon, wurde zur Ikone der deutschen Nachkriegsarchitektur. Seit November 2020 steht es unter Denkmalschutz. Und seit dem 27. Juli 2026 wird es offiziell umgebaut. Mit dem symbolischen Spatenstich fiel der Startschuss für den Umbau des Terminal A zum künftigen Campus TXL der Berliner Hochschule für Technik (BHT). Rund 2.390 Studierende sollen dort künftig lernen, forschen und arbeiten. Die Fertigstellung der Hauptbaumaßnahme ist für 2032 vorgesehen, Bausenator Christian Gaebler nannte vor Ort das Jahr 2031. Bauherrin ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Mit der Generalplanung wurde bereits Anfang 2017 das Büro agn Niederberghaus und Partner (Ibbenbüren) beauftragt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 450 Millionen Euro, davon werden 170 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes finanziert. Jahre der Vorarbeit Bevor der sichtbare Umbau beginnen konnte, war umfangreiche Vorarbeit nötig. Seit 2023 liefen vorgezogene Maßnahmen: Das Gebäude wurde entkernt, großflächig von Schadstoffen
Kintsugi am Bodensee: Der Umbau des Telekom-Hochhauses in Konstanz als Modell für die Zukunft © Copyright: BPD Manchmal ist das Mutigste, was man mit einem Gebäude tun kann, es nicht abzureißen. Das Telekom-Hochhaus an der Moltkestraße in Konstanz stand jahrelang leer, galt als städtebaulicher Fremdkörper und war in seiner monolithischen Erscheinung aus den 1970er Jahren kaum mit dem historischen Umfeld der Altstadt zu vereinbaren. Der Abriss wäre die naheliegende Lösung gewesen. Sauerbruch hutton und Bauherr BPD Immobilienentwicklung entschieden sich für den anderen Weg. Das Ergebnis ist ein Wohngebäude mit 98 Einheiten, das 2026 fertiggestellt wurde und in mehrfacher Hinsicht als Referenzprojekt für den Umgang mit dem Bestand taugt Graue Energie als Ressource Der zentrale Ansatz des Projekts ist die konsequente Nutzung der im Bestand gebundenen grauen Energie. Von der ursprünglichen Rohbaustruktur konnten 93 Prozent erhalten und weitergenutzt werden. Das entspricht einer CO2-Einsparung von knapp 2.300 Tonnen gegenüber einem Neubau. Dass dieser Ansatz funktioniert, hat auch mit den baulichen Qualitäten des Ausgangsobjekts zu tun. Als ehemaliges Bürogebäude verfügte das Tragwerk über ausreichende Lastreserven für die neue Wohnnutzung. Die Deckenhöhen ließen es zu, auf mechanische Zuluft zu verzichten. Und das Stützenraster erwies sich als flexibel genug, um eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypen zu ermöglichen. Die Rippendecken wurden freigelegt, nicht kaschiert, nicht
Tegel plant Zukunft für seinen historischen Festsaal © Copyright: Janiesch Architektur Es gibt Gebäude, die verschwinden nicht, sie warten nur. Der historische Festsaal an der Buddestraße in Berlin-Tegel ist so ein Fall. Jahrzehntelang lag der rund 400 Quadratmeter große Saal hinter einer Zwischendecke verborgen, die ein Discounter eingezogen hatte, um seine Verkaufsfläche einzurichten. Dass darunter ein Raum aus der Gründerzeit schlummerte, wussten die wenigsten. Im März 2024 ließ Eigentümer Hamid Djadda die Zwischendecke entfernen. Was zum Vorschein kam, war ein Saal mit historischer Kassettendecke. Das Landesdenkmalamt wurde hinzugezogen, der Saal unter Denkmalschutz gestellt. Seitdem läuft die Suche nach einer tragfähigen Zukunft. Kulturelle Nutzung als Ziel Die Suche nach einem Nachnutzer war zunächst alles andere als geradlinig. Ein geplantes Boxstudio scheiterte an der Insolvenz des Betreibers. Später standen ein türkischer Supermarkt und Wohncontainer im Raum. Schließlich entschied sich Djadda für eine kulturelle Lösung. Im September 2026 soll der „Tanzsaal Tegel e.V.” gegründet werden. Der Verein soll den Saal als Ort für Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen betreiben, unter der Bedingung, dass die Veranstaltungen mit der Nachbarschaft verträglich bleiben. Zur Finanzierung ist ein Café an der Fensterfront geplant, das laufende Betriebskosten mitfinanzieren soll. Langfristig strebt Djadda an, den Saal in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen und so daue
Wenn der Supermarkt zur Stadtfarm wird: Das Green-Farming-Konzept von REWE in Lankwitz © Copyright: Christoph Große / pivopix Wer den neuen REWE-Markt an der Malteser Straße in Berlin-Lankwitz betritt, steht zunächst vor einer Holzkonstruktion, die sich deutlich von allem unterscheidet, was der Lebensmittelhandel bislang zu bieten hatte. 72 Stützen aus gestapelten Nadelholzbalken tragen die Halle, sieben Meter hoch, im Achsabstand von acht Metern. Die Haustechnik liegt offen unter der Decke. Keine Verkleidung, keine Kaschierung. Was das Gebäude trägt und was es am Laufen hält, ist für jeden Besucher sichtbar. Genau das war Absicht. Der Markt soll zeigen, wie Bauen und Betreiben zusammengedacht werden können. Holz als Baumaterial mit Zukunft Das Tragwerk besteht aus rund 1.100 Kubikmetern Nadelholz, überwiegend Fichte aus Deutschland und Österreich. Damit steckt dreieinhalb Mal so viel Holz in diesem Bau wie in den bisherigen REWE Green Buildings. Im verbauten Holz sind nach Unternehmensangaben rund 930 Tonnen CO2-Äquivalente gebunden. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern die Logik dahinter: Alle Verbindungen im Tragwerk wurden mit Schrauben hergestellt, auf dauerhafte Leim- oder Klebeverbindungen wurde vollständig verzichtet. Das ermöglicht eine spätere Demontage und Wiederverwendung der Bauteile, als Baumaterial, als Möbelholz oder, wenn nichts anderes mehr möglich ist, als Brennstoff. Klaus Wiens, Funktionsbereichsleiter Filialbau bei REWE, fasst den Anspruch
Brauturm wird Kletterhalle: Umbau mit Vorbildcharakter in der Oberpfalz © Architektur: Brückner & Brückner Architekten, Tirschenreuth | Würzburg Fotografie: Felix Meyer, Bayreuth Tirschenreuth ist keine Stadt, in der man spektakuläre Architektur erwartet. Die Kleinstadt in der Oberpfalz mit rund 8.500 Einwohnern ist bekannt für ihren Fischteichgürtel und eine beschauliche Altstadt. Seit 2025 hat sie jedoch auch ein Gebäude, das in Fachkreisen Aufmerksamkeit erregt: das neue Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins, untergebracht in der Hülle einer ehemaligen Brauerei. Bestand als Ausgangspunkt Das Projekt des Büros Brückner & Brückner mit Hauptsitz in Tirschenreuth ist ein Paradebeispiel für das, was in der Architektur unter dem Begriff „Weiterbauen” verstanden wird. Statt abzureißen und neu zu errichten, haben die Planer die vorhandene Bausubstanz als Ressource begriffen. Die bestehende Hülle des ehemaligen Brauturms bleibt funktional intakt, das Volumen wurde lediglich vertikal erweitert. Graue Energie, also die in den Baumaterialien bereits gebundene Energie, bleibt so im Gebäude gespeichert. Der ökologische Fußabdruck des Projekts ist damit deutlich geringer, als es ein Neubau gewesen wäre. Für Architekten und Bauplaner ist dieser Ansatz aus mehreren Gründen relevant. Er zeigt, dass Bestandsgebäude auch dann eine Zukunft haben können, wenn ihre ursprüngliche Nutzung längst weggefallen ist. Und er demonstriert, wie sich industrielle Bausubstanz in eine zeitgemäße Sportstä
Holz, Rutschen und eine Himmelswiese: Die außergewöhnlichste Kita Münchens © Iwan Baan Wer die Gabelsbergerstraße in München kennt, weiß, dass sie keine Straße ist, die man besonders aufmerksam betrachtet. Zwischen Altbauten und Nachkriegsarchitektur reihen sich die Fassaden gleichmäßig aneinander. Seit wenigen Wochen zieht jedoch ein Gebäude die Blicke auf sich, das in dieser Umgebung wie ein Fremdkörper wirkt – und genau das sein soll. Eine Hülle aus rostroten Stahllamellen faltet sich zur Straße, darüber ragt ein runder Holzaufbau wie eine Krone in den Himmel. Wo seit dem Zweiten Weltkrieg eine Baulücke klaffte, die zuletzt als Parkplatz genutzt wurde, steht heute die neue „Kinderoase” der Technischen Universität München. Ein Europäisches Debüt mit Gewicht Das Gebäude ist mehr als eine Kita. Es ist das erste dauerhaft realisierte Bauwerk des Architekten Francis Kéré auf europäischem Boden. Kéré, der seit 2017 an der TUM lehrt erhielt 2022 den Pritzker-Preis, die höchste Auszeichnung in der Architektur. Sein Werk ist geprägt von der Überzeugung, dass Gebäude Menschen zusammenbringen, Neugier wecken und das Stadtbild bereichern sollen. In München hat er diese Haltung in einem fünfgeschossigen Holzbau mit 60 Betreuungsplätzen übersetzt. Für Architekten ist das Projekt aus mehreren Gründen bemerkenswert. Zunächst wegen des Materials: Bis auf das außenliegende Fluchttreppenhaus entstand das Gebäude nahezu vollständig aus Holz. Für einen fünfgeschossigen Bau in einer dichten Inn
Zweite Chance für Berlins ICC – mit Kunst, Kultur und 100 Meter Höhe © GRAFT GmbH_Max Dudler GmbH Ein Koloss wartet auf seine Bestimmung Das ICC ist kein gewöhnliches Gebäude. Mit rund 300 Metern Länge, 80 Sälen und 14.500 Sitzplätzen zählt es zu den größten Kongresszentren, die Deutschland je gebaut hat. Seit 2019 steht es unter Denkmalschutz. Und seit Jahren stellt sich die Frage, was aus dem stählernen Giganten im Berliner Westend werden soll. Ideen gab es viele: vom Kongresshotel bis zum Gewächshaus, von der Flüchtlingsunterkunft bis zum Corona-Impfzentrum. Keine davon führte zu einem tragfähigen Konzept. Das hat sich nun geändert. Ein Konsortium aus neun Unternehmen und Architekturbüros – darunter Arup, Hochtief, die Graft-Architektengesellschaft, das Büro Max Dudler sowie Coloured Fields und schneider+schumacher – hat ein Nutzungskonzept entwickelt, das das ICC zu einem Ort für Kunst, Kultur, Gastronomie, Forschung und Kreativwirtschaft machen soll. Täglich sollen sich dort zwischen 5.000 und 10.000 Menschen aufhalten. Ein „24/7-Betrieb” ist das erklärte Ziel. Was aus den Sälen werden soll Für Architekten und Bauplaner ist das Konzept in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Die Projektpartner unterscheiden klar zwischen dem, was erhalten bleibt, und dem, was neu gedacht wird. Saal 1 soll in seiner ursprünglichen Form bestehen bleiben und künftig für Konzerte, Kongresse und Veranstaltungen genutzt werden. Saal 2 hingegen wird grundlegend umstrukturiert: Aus heute rund 4.00
Vom Modehaus zum Sportzentrum: 35 Millionen Euro Umbau im Skyline Plaza Foto-Credits: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Skyline_Plaza_Frankfurt.JPG Vom Modehaus zum Sportzentrum Einmal alle zehn Jahre, sagt Center-Manager Olaf Kindt, brauche ein Einkaufszentrum eine grundlegende Neuausrichtung. Beim Skyline Plaza in Frankfurt ist es jetzt so weit. Seit Frühjahr 2026 laufen die Umbauarbeiten, die bis zum 24. September 2027 abgeschlossen sein sollen. Die Eigentümer ECE Group und Allianz/PIMCO investieren dafür mehr als 35 Millionen Euro. Der Anlass ist struktureller Natur: Der klassische Einzelhandel schrumpft, kleinere Boutiquen verschwinden, der Schuhhandel ist kaum noch präsent. Was bleibt, sind größere Flächen, die von erfolgreichen Mietern zusammengelegt und neu bespielt werden. Statt einst rund 170 Einheiten wird das Center nach dem Umbau noch etwa 140 Mieter beherbergen, davon 90 Einzelhändler, 40 Gastronomen und zehn Anbieter aus den Bereichen Sport und Entertainment. Sport als Frequenzbringer Der strategische Schwerpunkt des Umbaus liegt auf dem Dach. Dort entstehen vier Padel-Plätze, die das Skyline Plaza nach Angaben des Managements zum ersten Einkaufszentrum in Deutschland machen würden, das diese Sportart anbietet. Padel, eine Mischung aus Tennis und Squash, erfreut sich in Europa wachsender Beliebtheit und gilt als ideales Angebot für urbane Zielgruppen. Für den Zugang wird ein eigener Expressaufzug gebaut, der Besucher direkt vom Einkaufszentrum auf das Dac
Baubeginn im Schlossgartenquartier: Stuttgarts Königstraße erhält ein neues Gesicht Baubeginn im Schlossgartenquartier Stuttgart bekommt ein neues Entree. Mit dem Baubeginn an der Königstraße 1c hat die LBBW Immobilien den Startschuss für das erste Teilprojekt des Schlossgartenquartiers gegeben. Das Vorhaben, das vier Teilprojekte umfasst und rund 50.000 Quadratmeter Mietfläche entwickeln soll, gilt als eines der bedeutendsten Innenstadtprojekte der Landeshauptstadt in den kommenden Jahren. Das Stuttgarter Bauunternehmen Wolff & Müller, das in der Stadt seit 90 Jahren verwurzelt ist, wurde mit dem konstruktiven Rückbau sowie den anschließenden Arbeiten an Rohbau, Fassade und Dach beauftragt. Die Wahl eines ortsansässigen Unternehmens ist dabei kein Zufall: Das Projekt erfordert ein hohes Maß an Koordination mit der Stadt, den Anwohnern und dem laufenden Betrieb in der Fußgängerzone. Holzhybrid und begrüntes Schrägdach als architektonisches Statement Das Herzstück des Schlossgartenquartiers ist die Königstraße 1c. Architektonisch setzt das Gebäude auf Holzhybridbauweise und ein begrüntes, begehbares Schrägdach, das als nachhaltiges Statement im Stadtbild sichtbar werden soll. Eine weitere Besonderheit ist die Öffnung der Theaterpassage: Sie verbindet künftig die Königstraße sichtbar mit dem Schlossgarten und schafft damit eine neue Sichtachse, die bislang fehlte. Im Erdgeschoss entlang der Königstraße sind Einzelhandelsflächen geplant, in Richtung Schlossgarten Gastronomieeinh
Revitalisierung statt Abriss: Das Arabellahaus bekommt ein zweites Leben Münchens Kult-Hochhaus wird neu erfunden Jahrzehntelang galt es als ausgemacht: Dem Arabellahaus in München-Bogenhausen, zwischen 1966 und 1969 errichtet, droht irgendwann der Abriss. Die Haustechnik war veraltet, eine Erneuerung im laufenden Betrieb schien technisch kaum machbar. Seit kurzem ist klar, dass es anders kommt. Die Bayerische Hausbau Real Estate (BHRE) hat ein Konzept vorgelegt, das den Erhalt des 23-geschossigen Hochhauses nicht nur ermöglicht, sondern daraus ein architektonisches Statement macht. Möglich wurde der Kurswechsel durch zwei Faktoren: Erleichterungen in der Bayerischen Bauordnung sowie innovative bautechnische Lösungen, die eine Erneuerung der Gebäudetechnik nun auch im Bestand erlauben. Das Büro Hild und K unter der Leitung von Prof. Andreas Hild ist für die architektonische Gestaltung und das Erweiterungskonzept verantwortlich, die Projektsteuerung übernimmt SBP Bau- und Projektentwicklung. Öffnung nach außen, Verdichtung nach innen Das neue Nutzungskonzept setzt auf eine stärkere Verzahnung des Gebäudes mit dem öffentlichen Raum. Eine ebenerdige, mehrgeschossige Passage soll künftig eine großzügige Fußgängerverbindung und eine Sichtachse zum Rosenkavalierplatz schaffen. Damit wird das bisherige „Stadt-in-der-Stadt”-Prinzip des Arabellahauses weiterentwickelt: Innen bleibt der bewährte Mix aus Wohnen, Hotel, Klinik, Büro, Einzelhandel und Gastronomie erhalten, ergänzt durch p
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